Taganrog-Projekt 2016 „Kultur – kreativ“ am BGL

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Kultura„Kultur – kreativ“, so lautete das Projekt am Bergstadt-Gymnasium, mit dem die Russischlernenden der Oberstufenkurse das Austauschprogramm mit den Taganroger Partnern die Jugendbegegnung vom 15. – 23. Mai gestaltet haben.

Die Gäste wurden dabei in den Familien untergebracht, zum Teil kannten sich die Schüler und Studenten bereits durch das Treffen im vergangenen Jahr. Im Fokus der Visite standen Maßnahmen, die mit Kultur rund um Lüdenscheid in Verbindung gebracht werden konnten. Bücherei

Los ging es mit der Besichtigung der Lüdenscheider Bibliothek, eine der ältesten Kultureinrichtungen in NRW. Interessant war die Ausstellung zur Bücherverbrennung, die von Bergstadtschülern in der Vorwoche mit einem Lesebeitrag begleitet wurde. So gelang auch der kulturelle Ausschnitt zur deutschen Geschichte.

BürgermeisterAnschließend folgte der Besuch des Bürgermeisters Dieter Dzewas, der die Gäste im Rathaus der Stadt im Sinne der Volksdiplomatie begrüßte. Kuchen Hulda am Markt

Nach den Informationen zum Stellenwert der Partnerstädte Lüdenscheids fand so genannte Kneipenkultur bei Hulda am Markt statt.Kuchen hulda 2

Es galt das 25. Bestehen der Städtepartnerschaft bei Kaffee- und Törtchenkultur zu feiern.

Was „Willkommenskultur“ am Bergstadt-Gymnasium hieß, sollte in den Integrationsklassen von Hrn. Klütermann für erkundet werden. Hier wurde der Unterricht beobachtet für Schülerinnen und Schüler, die erst wenige Monate in Deutschland sind und Förderunterricht in deutscher Sprache genießen. Klütermann

Am Mittwoch klärten Nela Meißner und Dr. Dietmar Simon über das Bergstadt-Gymnasium und dessen Einbindung in das kulturelle Leben der Bergstadt auf. Wie ein Kulturpfad-Pass zu erwerben ist und wie die zahlreichen Theateraufführungen das Schulleben prägen, zeigten die Redner anschaulich anhand von lebendigen Beispielen.

KulturpfadeBetont wurde auch, welchen hohen Stellenwert die Austauschmaßnahmen am Bergstadt-Gymnasium im Schulprogramm haben. Nur so ist der Austausch zwischen den Ländern Europas und den vielfältigen Kulturen auch mit Händen zu greifen. Handarbeit war eine der gemeinsamen Tätigkeiten, die einen Programmpunkt des weiteren Kulturprogramms abbildeten.

VitrineZunächst wurde die Vitrine des Bergstadt-Gymnasium im Eingangsbereich neu gestaltet. Zwei Partner unterschiedlicher Nationen hatten sich zusammengeschlossen, um typisch deutsche und typisch russische Gegenstände gegenüberzustellen.

Volleyball

Schier gegeistert waren die Jugendlichen aus Taganrog von der Maßnahme „Sportkultur“. Nele Brauckmann hatte eine Volleyball-Begegnung organisiert. Vom sandigen Untergrund der Beachanlage sprachen die russischen Gäste noch an den Folgetagen. Selbst Schüler und Studenten, die sonst nicht ganz so sportlich sind, wollten unbedingt die beiden gebuchten Stunden ausnutzen, um der Spielkultur zu frönen. Küche 1Das war insofern besonders wichtig, weil im Anschluss der Maßnahme die Aufnahme mächtiger Kalorienbomben auf dem Programm stand. Gemeinsames Zubereiten von Speisen hatte sich Russischlehrkraft Iris Pithan ausgedacht, die vor mehr als 20 Jahren den Austausch ins rollen brachte. Küche2In der Erwachsenenbildungsstätte wartete Chefköchin Christina bereits auf die Ankunft der hungrigen Sportler.

20160519_173443_resizedTypisch deutsche Gerichte standen auf dem Plan. Von Curry-Wurst als Vorspeise, über Zwiebelkuchen hin zum falschen Hasen mit Ei, wobei Sauerkraut und Stampfkartoffeln nicht fehlen durften. Küche 2Zum Dessert gab es Pumpernickel mit Kirschen und Sahne. Wer immer noch nicht satt war, konnte sich der Schwarzwälder Kirschtorte widmen. Alle Jugendliche und auch die Lehrer waren schier begeistert von der tollen Atmosphäre, die beim gemeinsamen Kochen zu beobachten waren. KulturproduktEs wurde sich gegenseitig geholfen, selbst Schüler, die bislang noch wenig Erfahrung mit Kochkultur zu verzeichnen hatten, waren überrascht vom Erfolg und vom guten Geschmack des gemeinsamen „Projektprodukts“.  „Mehr von diesen Aktionen und die Vorbehalte oder Ängste vor unbekannteren Kulturen werden sich verringern“, war das Fazit, das die Beteiligten mit auf den Heimweg nahmen. Phänomenta1Nach dem Besuch der Industriekultur am Freitag, für die die Lüdenscheider Phänomenta herhielt,

Phänomenta3stand am Samstag der Besuch religiöser Kultstätten in Form des Kölner Doms auf dem Plan.

Köln 1Als anstrengend aber unbedingt lohnend schilderten die russischen Gäste die Dombesteigung, danach war Freizeit angesagt.

Köln 2Am Abschlussabend am Sonntag zogen die Taganroger und Lüdenscheider ein gemeinsames Resümee ihres Projekts „Kultur-kreativ“.

Evaluation

Zum Einsatz kam das aus dem Kulturkoffer stammende Twister-Spiel, das geografische Kenntnisse wie ein hohes Maß an Körperbeherrschung forderte.

Twister 2

Das Treffen fand in famoser Sauerländer Natur statt. Auch die Angehörigen unterstützten den letzten gemeinsamen Tag mit Salaten und Grillgütern.

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Die Verantwortliche Projektleiterin Vlada Heinen war hingerissen von der Motivation der Schüler, den Austausch selbst gestaltet und mit organisiert zu haben: „Egal, ob es die Stadt-Rallye, die Unternehmungen im Bereich Freizeitkultur waren. Egal, ob das Kulturhaus zum Jugendkonzert

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besucht wurde, oder ob es um das alltägliche Kümmern der Gäste ging, die Jugendlichen haben super mitgezogen. Ich habe das Gefühl, sie wollen einen Teil der Gastfreundschaft zurückgeben, die wir in Taganrog erleben durften. Einen großen Dank auch an die Eltern, die sich für die Sache aufgeopfert haben.“

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Auf Russisch lautete der Titel des Projekts übrigens „KultUra“. Ein Wortspiel, dass das Einlassen auf andere Kulturen signalisiert, aber auch den Stolz auf die eigene Kultur, was weitreichende Reflexionen unter den Projektteilnehmern anregen soll. Der Gegenbesuch wird im Sommer 2017 vom 10. – 18. Juni  in Taganrog (Südrussland) stattfinden.

Stiftung DRJA

Gefördert wird das Projekt durch die Stiftung deutsch-russischer Jugendaustausch mit Sitz in Hamburg Köln 3

 

Bericht B. Mai

Lüdenscheid, 26.05.16

Evaluation Taganrog 2016 „Kultur-kreativ“ – „KultUra“ in Tabellenform

Auswertung_und_Interpretation_der_Befragung_2016

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