Taganrog Projekt 2015 „Muzyka i My“

Erfolgreich war die Projektarbeit 2015 im Zeichen der Musik, die uns verbindet.

1 Julian mit Posaune

Mit Spannung wurde erwartet, wie die Lüdenscheider Vorbereitungen bei den Taganroger Partnern wohl Anklagen finden würden. Schließlich ging es nicht nur darum, dass die Russischlernenden ihr Können zeigen und gemeinsam mit den russischen Jugendlichen musizieren. In erster Linie bedeutete die Fahrt nach Südrussland zunächst einmal, sich auf eine fremde Kultur und auf unberechenbare Situationen vorbehaltlos einzustellen.

Bereits am Flughafen war der Bann gebrochen.

2 Flughafen Torte

Polina empfing uns mit russischem Gebäck mit einem „Herzlich-Willkommen“ Gruß. Im Bus gab es auf dem einstündigen Transfer von Rostov nach Taganrog reichlich Zeit sich auszutauschen. Die Gruppe verstand sich auf Anhieb. Die Handys liefen heiß, denn es wurden Bilder gezeigt und Übersetzungshilfen in Anspruch genommen.

Am Tagonroger Institut für Verwaltung und Ökonomie (TIUE) wurden die Gäste durch Direktor Sergej Avakov begrüßt.

3 Unterschrift

Neben Gastgeschenken aus der metallverarbeitenden Instustrie, die die Sammlung der Lüdenscheider Mitbringsel im Direktorenzimmer vervollständigten, brachten die Lüdenscheider auch ein Grußwort des neuen Schulleiters Dieter Utsch mit in das befreundete Institut am Asowschen Meer. Universitätsdirektor Sergej Avakov unterzeichnet das Dokument, das die Zusammenarbeit zwischen dem BGL und dem TIUE auch für die Zukunft festschreibt.

Lehrkräfte und Russischlernende kamen gut miteinander aus.

3.1 Iris

Am Rande offizieller Programmpunkte gab es stets die Möglichkeit, sich auf humorvolle Art und Weise ausztauschen. Besonders interessierten die Unternehmungen, die die Jugendlichen spontan miteinander ausheckten.

Kleine Gesten sichern gute Kontakte nachhaltig.

3.2 i love

Gerade die kleinen Gastgeschenke aus Deutschland, vor allem aus der Region Lüdenscheids standen hoch im Kurs bei den russischen Austauschpartnern.

Traditionelle Küche erwies sich als russischer Gaumenschmaus.

3.3 Dima 2Gern folgten die Bergstädter der Einladung des Instituts, um in der hauseigenen Cafeteria typische Speisen aus Russland kennen zu lernen, mit denen die meisten Lüdenscheider erst einmal nur durch das Lehrbuch in Berührung kamen. Pelmeni, Vareniki und russischer Tee – das Ambiente lud zu guten Gesprächen und zum Stillen des Hungers ein.

4 Pelmeni zusammen

Musik des Komponisten Pjotr I. Tschaikowsky begeistert.

5 Schwanensee

Mit Leben wurde das Kulturhaus Alferaki gefüllt, als junge und professionelle Musiker der Stadt Taganrog dem 175-jährigen Jubiläum von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky feierten. Irina Pavlovna – der kreative Geist des Instituts – schrieb Stücke eigenhändig um und ließ die Studenten ein fiktives Treffen zwischen Tschechow und Tschaikwsky als Kammergespräch gestalten.

Die Tschechow-Bibliothek hinterließ tiefen Eindruck.

6 Bibliothek Julian

Einen bleibenden Eindruck bei den deutschen Schülern und russischen Studenten hinterließ der Besuch der zentral gelegenen Tschechow-Bibliothek. Die Mitarbeiter bereiteten sich gerade auf einen Kulturabend vor. Im Hauptsaal konnte man noch den frischen Leim der kreativen Künstler wahrnehmen. Besonders angetan waren die Besucher von der weißen Wendeltreppe, die zu den Archiven führt.

6.1 Treppe 2

Bürgermeister Dzewas lädt Taganroger Stadtoberhaupt Prasolov ein.

7.2 Buergermeister

Russischlehrer Bernd Mai übergab Grußworte des Bürgermeisters Dieter Dzewas an den russischen Partner Prasolov. Um ein gemeinsames Treffen in Lüdenscheid einzuleiten, wurde der Brief aus Lüdenscheid öffentlich verlesen. Die örtliche Presse nahm Interviews von den Lüdenscheider Schülern auf, die sich wacker schlugen, indem sie die Fragen der Journalisten auf russisch beantworteten. Etwas Irritation entstand, als sich plötzlich alle Projektteilnehmer um Bürgermeister Prasolov aufstellten, um ein Erinnerungsfoto zu schießen. Hier demonstrierte die Gruppe Geschlossenheit, Zivilcourage blickte durch.

7.1 Vlada

Russischlehrerin Vlada Heinen bestach durch ihre Dolmetscherkompetenz. Ein höchstmaß an Übersetzungskompetenz beeindruckte nicht nur die russischen Beobachter.

Musik – formvollendeter Ausdruck im Tanz

9.0 Tanzschule in BewegungEingeladen hatten die Taganroger Veranstalter zum lateinamerikanischen Tanz. Salsa ist auch in Russland sehr populär. Neben der anmutigen Haltung wurde auch der Respekt und die Achtung vor dem Tanzpartner gelehrt.

Junge Künstler des Kinderheims spielen Klassik und Modernes.

8.0 Kinderheim 4

„Gern hätten unsere Kinder ihr Programm noch in voller Länge gezeigt. Aber dazu hätten sie noch eine Stunde länger auf ihren Plätzen verharren müssen“, so der Leiter für musikalische Früherziehung, der seine Kinder gerade erst von einem Wettbewerb auf Gebietsebene zurück begleitet hat. Der Kontakt zum Kinderheim Nr. 3 in Taganrog besteht seit vielen Jahren und begann mit Danil, der nach schweren Verbrennungen in Lüdenscheid an der Hand operiert wurde. Besonders freuten sich die kleinen über die mitgebrachten Spiele. Dies hatten die deutschen und russischen Jugendlichen am Vortrag gemeinsam gekauft und auf Eignung im gemeinsamen Spiel getestet. Nach der Führung durch das Heim wurden die Projektteilnehmer in Gruppen aufgeteilt und bei einer Tasse Tee und Süßigkeiten zu deutscher Musik, Computerspielen und populären Fußballklubs in Deutschland befragt.

8.1 Kinderheim 2

8.2 Kinderheim 3

Ein Trip nach Rostov, um Südrusslands Metropole zu erkunden.

10.0 ja ljublju Rostov

Ein Ausflug nach Rostov wurde von russischen und deutschen Jugendlichen unterschiedlich wahrgenommen. Die russischen Studenten bestaunten das neue Gesicht der Millionenstadt, das sich auf die Fußballweltmeisterschaft 2018 langfristig vorbereitet. Die deutschen Gäste fanden es hingegen sehr schade, dass noch keine Flussfahrt-Saison ausgegeben war. Gern hätten die Jugendlichen einen der Ausflugsdampfer bestiegen, um den „stillen“ Don per Schifftour zu erkunden. Auf Interesse stieß die Uferpromenade, die Skulpturen und Werke russischer Künstler der Region in Bronze zeigte.

10.1 Rostow 3

10.2 Rostow

Ljudmila Sveschnikova präsentiert das Projekt wie gemalt.

10.3 Rostow2

Große Hochachtung drückten alle Beteiligten Ljudmila Sveschnikova aus, die mit ihrem Team ein überzeugendes Projekt auf die Beine gestellt hatte. Der schmucke Rahmen und eine äußerst gelungene Pinselführung zeugten von unbändiger Tatkraft und beeindruckendem Engagement der „grande Dame“, die für die gemeinsame Sache auch in diesem Jahr wieder sehr viel Zeit und Herzblut investiert hat.

Nachdenken über eine schreckliche zieht Verantwortung nach sich.

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10.5 Blumen

Auf der Strecke von Rostov nach Taganrog machten die Schüler und Studenten in Sambek Halt, um den Opfern des zweiten Weltkriegs zu gedenken. Sie legten Blumen nieder und versprachen einander, Verantwortung für die Nachwelt zu übernehmen. Sich als Deutsche udn Russen gegenseitig mit Waffen zu töten, das war für alle Beteiligten unter dem Eindruck des imposanten Monuments einfach unvorstellbar geworden. Viele gaben sich das Wort, auf jeden Fall den Kontakt zu halten und im kommenden Jahr den Gegenbesuch in Lüdenscheid gemeinsam mit den Lehrkräften vorzubereiten.

Gemeinsam wurden die Projektergebnisse präsentiert.

Zum Ende der Begegnung hin wurden die Ergebnisse in unterschiedlichen Präsentationsformen zusammengetragen. Fotos wurden gezeigt und erläutert, es gab Animationen, die zuvor in nächtlicher Kleinarbeit zusammengeschnitten wurden, Vorträge wurden gehalten. Die Referenten  klärten die Anwesenden über den Sinn und den Ausblick der Maßnahme „Muzyka i My“ auf, in abschließenden Resümes beurteilten sie die Unternehmungen mit persönlichen Stellungnahmen.

11.0 Projektergebnisse

Das Rahmenprogramm lässt die Maßnahme mit Tränen in den Augen ausklingen.

11.1 Rotkaeppchen

Zum Ausklang zeigten die russischen Projektteilnehmer ihr künstlerisches Talent mit viel Leidenschaft. Dima der gute Geist der Gruppe trat als Förster in Erscheinung, um Rotkäppchen vor dem bösen Wolf zu retten. Die Tränen stiegen den Zuschauern in die Augen. So sehr bewegten das Talent und die tollen Kostüme der Schauspieler die Lachmuskeln der Zuschauer im Saal.

Und der Haifisch, der hat Zähne….

11.2 Ljudensaid i taganrog

Die deutschen Schüler udn Lehrkräfte leisteten ihrerseits einen musikalischen Beitrag, indem sie aus Brechts „Drei-Groschen-Oper“ das Lied des Komponisten Kurt Weil vorturgen. Spontan wurde das Lied durch russische Zeilen ergänzt. Auf der Fahrt nach Rostov, als das Lied repetiert wurde, verpasste Ljudmila dem Ohrwurm zusätzliche Zeilen.

Außerhalb der Projektarbeit standen Austausch und Begegnung im Vordergrund.

Viele positive Eindrücke hinterließ der Aufenthalt in Taganrog bei den Jugendlichen aus Lüdenscheid. Mit ihrem Interesse am Land, vor allem an den Menschen Russlands gehen sie nunmehr als gute Botschafter für ein geeintes Europa hervor. Besonders die aufgeschlossene Art der jungen Lüdenscheider, einer fremden Kultur so offen zu begegnen und viele unvorhersehbare Situationen zu meistern, haben die Russischlehrkräfte Iris Pithan, Vlada Heinen und Bernd Mai sehr stark beindruckt.

12 Peter 1

Impressionen aus Sicht der Russischlernenden

Im Folgenden stellen BGL-Schülerinnen und Schüler ihre Impressionen dar. Die Fotos sollen ohne Kommentar für sich sprechen.

13 Treppe 1

13.1 Alex

13.2 Alex2

13.3 Alex3

13.4 Alex4

Dima3

Julian

1.1 Lara

Downloads

Die Rückmeldungen der deutschen Schülerinnen und Schüler und der russischen Partner, sowie eine Interpretation mit abgeleiteten Schlussfolgerungen können als Download abgerufen werden.

B. Mai

Lüdenscheid, 25.06.15

Evaluation Taganrog 2015 muzyka i my

Auswertung_und_Interpretation_der_Befragung

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