Taganrog-Projekt 2013 „die ART (russ. Kunst) verbindet“ Teil II

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Die Projektgruppe des Bergstadt-Gymnasiums startete am 04. Mai 2013 ihren Gegenbesuch in die Partnerstad Taganrog. Im Gepäck befand sich das Motto des laufenden Programms „die ART (russ. „Kunst“) verbindet“. Mit künstlerischen Darbietungen, dem Besuch des Museums Alferaki und einen Ausschnitt aus dem russischen Studentenleben am Institut für Verwaltung und Ökonomie stellten die Taganroger Gastgeber ein umfangreiches Programm auf die Beine. Vorbereitet hatten sich die Lüdenscheider in diesem Jahr auf die künstlerischen Gemeinsamkeiten auf vielfältige Art und Weise.Neben plastischen und fotografischen Kunstwerken, mit denen die Russischlernenden zum Thema „Tschechow und seine Werke“ an einem überregionalen Wettbewerb in Taganrog teilnahmen, wollte man auch gestalterische  Bewegungsakzente setzen. Dazu wurde auf den Vorbereitungstreffen der Gangnam-Style-Tanz einstudiert.

1. Ankunft in Rostow

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Mit in Deutschland gefertigten T-shirts, die den russischen Gastgebern als Gruß überreicht wurden, war das Eis schnell gebrochen. Bereits auf dem Weg nach Taganrog wurde auf allen Kanälen versucht, die wichtigsten Informationen abzugleichen.

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2. Gastgeschenk für das Taganroger Institut für Verwaltung und Ökonomie
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Die offizielle Begrüßung durch Prof. Sergej Avakov wurde mit Schmiedekunst aus dem Bergischen Land zelebriert. Als Gastgeschenk hatten die Lüdenscheider eine Dröppel-Minna mitgebracht. Diese erinnert an den russischen Samowar und hat hier wohl auch ihren Ursprung. Allerdings wurde aus der Kanne kein Tee, sondern Kaffee serviert. Die Dröppel-Minna war lange Zeit Sinnbild für die Kaffeetafeln rund um Lüdenscheid. Lange Gespräche in gemütlicher und familiärer Atmosphäre – so sollen die Treffen zwischen den Partnern auch in der Zukunft aussehen, wünschen sich die Lüdenscheider Verantwortlichen des Bergstadt-Gymnasiums.

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3. Fahrt nach Rostow

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Nach einem Tag in den Familien, war eine Schiffreise auf dem „stillen Don“ geplant, die bei sommerlichen Temperaturen um die 25 Grad durchgeführt wurde. Mit dem Gruß „frohe Ostern“ wurden die Schülerinnen und Schüler, die am BGL das erste Jahr Russisch lernen begrüßt, denn der russisch-orthodoxe Kalender weist erst in diesen Tagen eines der wichtigsten religiösen Feste Russlands aus. Gespannt waren die deutschen Schüler auf die amtlichen Feiertage, denn mit dem 9. Mai wird mit Paraden und großer Aufmerksamkeit an die Ereignisse des 2. Weltkrieges erinnert. Einen Vorgeschmack bekamen die Jugendlichen auf der Heimreise aus Rostow nach Taganrog. An der Gedenkstätte Sambek legten die Jugendlichen Blumen am Grabmal gefallener Soldaten nieder und waren sich einig, dass diese spontane Maßnahme den Geiste der diesjährigen Aufenthalts traf. Mit dem Zusammentreffen junger Menschen aus Russland und Deutschland war nicht nur ein Grundstein gelegt, mit Vorurteilen aufzuräumen, sondern auch ein gemeinsames Versprechen, gemeinsam für eine friedliche Zukunft zu sorgen. Freundschaften zu schließen ist die beste Prävention und ein nicht zu unterschätzendes Mittel, gewalttätigen  Auseinandersetzungen nachhaltig die Grundlage zu entziehen.

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4. Feiertag 9. Mai

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Am Tag des Sieges 9. Mai, der mit der Übertragung der Militärparade am Roten Platz in Moskau eingeläutet wurde, fanden im Zentrum Taganrogs zahlreiche Veranstaltungen statt, die an das Stadtfest in Lüdenscheid erinnerten. A 12 a60ceb668bGewöhnungsbedürftig waren Panzer in Form von Luftballons, spannend fanden die deutschen Jugendlichen die Auto-Korsos. A 13_den_pobedy_3

Mit Fahnen, Sprüchen und angemalten Autos fuhren meist junge Taganroger laut hupend durch die Straßen der Innenstadt. „Das haben wir von euch, wir können uns noch gut daran erinnern, als deutsche oder andere Fahnen anderer Nationalitäten in Lüdenscheid gehisst und an den Autos angebracht wurden, um durch Lüdenscheids Innenstadt zu fahren,“ so Tatjana Avakova, die anlässlich erfolgreicher Fußballabend in Lüdenscheids City unterwegs war und stets die ausgelassene Stimmung nationaler Fußballfans bestaunte.

A 15Die Feiern in Taganrog liefen zum Erstaunen der russischen Gastgeber sehr friedlich ab. Mit den deutschen Gästen zusammen wurde festgestellt, dass der Besuch der Feierlichkeiten mit abschließendem Feuerwerk und das Aufsuchen alt bekannter Orte ganz neue und unerwartete Eindrücke freisetzte. Die Feiern in Taganrog liefen zum Erstaunen der russischen Gastgeber sehr friedlich ab. Mit den deutschen Gästen zusammen wurde festgestellt, dass der Besuch der Feierlichkeiten mit abschließendem Feuerwerk und das Aufsuchen alt bekannter Orte ganz neue und unerwartete Eindrücke freisetzte.

5. Besuch im Kinderheim

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Unbedingt beibehalten wollen russische und deutsche Austauschpartner den Besuch des Waisenheims von Danil, der zweimal in Deutschland war,  um sich von Lüdenscheider Ärzten operieren zu lassen.

Sehr herzlich wurden die Gäste in Kleingruppen durch die Einrichtung geführt. Die beherbergten Kinder zeigten Ihre Interessen, sehr stark gefragt war die Teilnahme an Arbeitskreise mit künstlerischen Schwerpunkten. Diesen Zirkeln attestierten die angegliederten Pädagogen und Psychologen besonderes Förderungspotential. Aber auch das Leid vor allem der kleinen Kinder wurde deutlich, die sich beim Abschied danach erkundigten, ob denn die neuen „Papies“ und „Mamies“ gekommen seien, um Kinder in „richtige Familien“ mitzunehmen.

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6. Alferaki-Konzert

Anlässlich des Abschluss der deutsch-russischen Kulturtage in Taganrog wurde den Schülerinnen und Schülern des Bergstadt-Gymnasiums ein unterhaltsames Programm im Kreismuseum Alferaki geboten.  Gezeigt wurden russische und deutsche Tänze, die von Künstlern des Instituts für Verwaltung und Ökonomie in phantasievollen Kostümen unter Begleitung des Städtischen Orchesters „Diva“ dargeboten wurden.

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Interessant fanden die Bergstadt-Gymnasiasten, deutsches Kulturgut aus der Perspektive der russischen Partner einmal gespiegelt zu bekommen. Mit den Darbietungen „Pariser Tango“ und „Dirndl-Plattler“ hatten die Künstler aus Taganrog unter der Leitung von Irina Pavlovna bei überregional ausgetragenen Wettbewerben bereits vordere Plätze belegen können.  Den Ausklang des Festaktes bildeten russische und deutsche Lieder „Liebster mein (milenkij ty moj)…“ und „Grün, grün…“, die gemeinsam mit den Partnern aufgeführt wurden. Dies passte perfekt zum Thema „die Art verbindet“, nämlich nach verbindenden Gemeinsamkeiten in Kunst, Musik und Tanz zu suchen, was ausgezeichnet gelang.

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Die Schüler des Bergstadt-Gymnasiums überreichten Bürgermeister Prasolov ein T-shirt mit dem Projekt-Logo und fragten sich, ob er es wohl ähnlich wie Oberhaupt D. Dzewas vor ziemlich genau einem Jahr überziehen werde. So weit wollte die Taganroger Administration dann doch nicht gehen, jedoch wurde versprochen, bei einem nächsten Treffen in Lüdenscheid, dass T-Shirt dabei zu haben, um Bürgermeister Dzewas bereits aus der Ferne zu erkennen, und um direkt auf in zugehen zu können.A 22 6c2af10723

7. Teilnahme am internationalen Kunstwettbewerb

Selbst gestalterisch tätig waren die Projektteilnehmer mit ihren Anfertigungen zum Thema

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„Tschechows Werke aus dem Blickwinkel der Jugend“. Hierzu fertigten sie Collagen, Skizzen, Zeichnungen oder Fotografien zu den Werken des bedeutenden Russischen Literaten an.

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8. Abschied nehmen, neue Pläne schmieden

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Den Abschiedsabend hatten die Studenten des Taganroger Instituts für Verwaltung und Ökonomie gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Bergstadt-Gymnasiums im „Studenten-Club“ der Hochschule mit den deutschen Partnern ausgefüllt. Spontan erklärte sich die Tanz-Choreografin Julia bereit, den Gangnam-Style als Gruppenperformance gemeinsam mit den russischen Gastgebern den letzten Schliff zu geben.

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Die Eindrücke der vergangenen Woche wurde resümierend noch einmal von den Teilnehmern zusammenzutragen. Mit der Abschlussevaluation gab es einen Ausblick auf die weitere Projektbegegnung im Sommer 2014. Schnell war klar, dass die Jugendlichen etwas mit Musik auf die Beine stellen wollten. So entsprang die Idee “ Muzyka i My – die Musik und Wir –  Gemeinsamkeiten durch Musik entdecken.

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B. Mai      17.08.2013

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