Taganrog-Projekt 2012 „Die ART verbindet – verbindet die ART“

1. Das Projekt vorbereiten

T-shirt 1

Die Gäste aus Taganrog zu empfangen, sollte gleich unter dem Motto des diesjährigen Projekts stattfinden. Schüler des Bergstadt-Gymnasiums hatten sich Zeit genommen, um eigens für die Austauschmaßnahme ein T-shirt zu gestalten, das Elemente zeigt, auf welche Art und Weise unterschiedliche Kulturen verbunden werden können. Nach mehreren Konsultationen mit Kunstlehrerin Viola Hummel und Stephanie Grafe ist das unten abgebildete Werk entstanden. Die Farben der Nationalflaggen gehen ineinander über. Der Schriftzug des Mottos ist doppeldeutig. Einerseits ist damit gemeint, dass die Art, wie wir leben, wie wir sind und was uns gefällt, uns miteinander verbinden kann. Andererseits meint lateinisch „Art“ auch die Kunst, die, wenn wir sie kreativ gestalten und uns an ihr erfreuen und können, auf eine besondere Weise Verbindungsmomente entstehen lässt. Folglich lag der Akzent der diesjährigen Begegnung auf künstlerisch- ästhetischen Unternehmungen.

T-shirt 2

Um das Outfit noch cooler zu machen, bekamen die Gäste und die Gastgeber direkt am Flughafen Sonnenbrillen verpasst. Am ersten Tag der Begegnung trafen die Projektteilnehmer auf den Bürgermeister, dem sie sogleich ein T-shirt überreichten. Passend zum Wetter wurde versucht, das Motto des Austauschs mit Regenschirmen nachzustellen.

T-shirt 3

Völlig überraschend wurde bei der Begrüßung der russischen Studenten und deutschen Schüler eine hohe Ehrung vollzogen. Fr. Prof. Sveschnikova wurde durch Bürgermeister Dieter Dzewas die Ehrennadel der Stadt Lüdenscheid verliehen. Das Oberhaupt der Bergstadt dankte so dem außergewöhnlichen Einsatz der „Pädagogin in Passion“ für ihr langjähriges Engagement im Bereich der Städtepartnerschaft zwischen Lüdenscheid und Taganrog.

T-shirt 4

2. Flash-mob auf der Domplatte

 

DSC flash mob Köln 1A

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Auf dem Programm standen Aktionskünste, die sich gerade unter Jugendlichen großer Beliebtheit erfreuen und sich über die neuen Medien ultraschnell verbreiten lassen. So wurde ein „Flash mob“ unmittelbar vor dem Kölner Dom organisiert. Bei allen Teilnehmern hinterließ die Aktion vor der Kulisse dieses einmaligen Kuturdenkmals einen tiefen Eindruck. Vorbereitet wurde der Flash mob auch in der Tanzschule S, die bereits am zweiten Tag zum Schnupperkurs einlud. Nebenbei wurde bereitwillig Auskunft über neueste Tanzkünste gegeben.

3. Lüdenscheid als Planking-Tour fiel buchstäblich ins Wasser

Planking 1

Geplant war die Erkundung der Bergstadt, indem viele Fotos dadurch entstehen sollten, dass ein verfremdender Blick auf das alte Zentrum Lüdenscheids geworfen werden sollte. Hierzu wurde das unter dem Namen „Planking“ – eine Person bildet mit seinem Körper eine Planke – bekannte Vorgehen bemüht. Der Betrachter fragt sich verwundert, was denn den Künstler wohl bewegt haben mag, dieses Foto unter dieser Perspektive zu schießen. Aufgrund der dichten Regenschwaden musste die Aktion jedoch recht kurzfristig abgesagt werden.

Planking 0

Zum Teil wurde die Idee aufgegriffen, um auch an anderen Orten als in Lüdenscheid neue Eindrücke entstehen zu lassen.

Wettbewerb 2 Stadtrundgang 1 Stadtrundgang 3

Improvisationskunst war angesagt. Fortan lautete die Maxime „Lüdenscheid- eine Stadt mit fremden Augen sehen“, um trotzdem die Sehenswürdigkeiten der City zu erkunden. Dazu wurden regensichere Orte aufgesucht. Mittels Styropor-Augen erhielten Plätze, an denen man sich in Lüdenscheid gern aufhält, einen eigenen Charakter. Zurück geht diese Form der Städtewahrnehmung auf die Straßenkunst des Wiesbadener Künstlers „Kong“, der sich durch seine spektakuläre Street-Performance über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat.

4. Teilnahme am Foto-Wettbewerb

Wettbewerb 1 Sprung

Auf den Stadtrundgängen und Aufenthalten der Gäste in Lüdenscheid sind derart gute Fotos entstanden, dass sich die Organisatoren entschlossen, am Wettbewerb des Jugendkulturbüros „Lüdenscheid – Wohnzimmer meiner Stadt“ teilzunehmen.

Wettbewerb 3

Jelena Jaroschenko wurde von Sascha Archipkina im Sterncenter fotografiert und gewann mit ihrer Einsendung einen der vom Veranstalter ausgewiesenen Hauptpreise.

5. Ida Gerhadi AusstellungIda Gerhadi

 

Welche Parallelen gibt es zwischen den russischen Gästen und der damals jungen Malerin Ida Gerhadi, die in die Fremde ging, um ihrer Berufung als Künstlerin selbstbewusst und initiativ nachzugehen? Sich auf die unbekannte Situationen einzulassen und in der Fremde ihre Unabhängigkeit zu wahren. In Paris zeigte Ida Gerhadi gefallen am Nachtleben und an Seitengassen, was eindrucksvolle Gemälde entstehen ließ. Schüler des BGL hatten ihrerseits im Kunstunterricht Bilder angefertigt, die ähnliche Lebenssituationen anschaulich mit modernen Elementen versahen.

6. Das Spiel Jipto und seine Folgen

Jipto 1

 

Das Anfertigen einer Spielunterlage, die über Motive und Bilder viel vom eigenen Leben erzählt, das war die Idee, die vor ein paar Jahren Prof. Tomskij als internationales Projekt aus Romilly nach Lüdenscheid gebracht hatte. Aus militärischen Berechnungen entstand damals ein friedliches Strategiespiel. Im Finale konnte Katrin Diez vor Sascha Archipkina den Sieg erringen. Auf dem dritten Platz landete Alexander Garmider.

Jipto 2

Die Sieger freuten sich über Souvenirs mit Deutschlandmotiven. Inspiriert vom Gedanken, Spaß über kleine Spiele zu erzeugen, kamen plötzlich in der Pausenhalle des BGL Abzählreime und Fangspiele aus alten Kindertagen wieder zum Vorschein. Sehr beliebt war das Spiel, per Pantomime zu erraten, um welche Person es sich wohl gerade handelt.

Jipto 3

7. Liederabend mit dem Mup-Chor

Zigeunertanz hoch

Unterstützt wurden die Projektteilnehmer in diesem Jahr von den Musiklehrern am BGL. Vlada Heinen, Dagmar Schwenen und Tobias Schwarz sorgten für lockere Atmosphäre durch stimmige Gesangseinlagen. Die Taganroger Gäste steuerten russische Lieder und einen Zigeunertanz in professionellen Kostümen bei. Der Abend endete mit gemeinsamen Gesängen am Flügel im Oberstufenatriem des BGL.

8. Über die Projektarbeit hinaus Freizeit gestalten

Bowling 1

Neben der Arbeit an den einzelnen Projektelementen gab es auch Anlässe, die Stadt Lüdenscheid und Umgebung von seiner entspannten Seite her zu erleben. Besuche von Schloß Neuenhof und der Besuch der Bowlingbahn in Hagen zählten zu den beliebtesten Unternehmung während der Austauschbegegnung zwischen Lüdenscheidern und Taganrogern.

9. Resümee

resümee 1

Der Austausch ist im Nachhinein als Erfolg zu sehen. Die Schüler des Bergstadt-Gymnasiums Lüdenscheid und die Studenten des Taganroger Instituts für Verwaltung und Ökonomie haben eindrucksvoll belegt, wie die Ausgestaltung einer Begegnung zwischen Jugendlichen aus unterschiedlichen Kulturen auf hohem Niveau funktionieren kann. Nichtzuletzt ist das Gelingen vor allem durch das ungewöhnlich hohe Maß an Engagement für die Sache durch die Russischschüler des BGL möglich gemacht worden. Neben den schulischen Anforderungen galt es viele Hürden zu meistern, die im Zusammenleben mit den Partnern auf engstem Raum und mehr als 10 Tagen entstanden. An dieser Stelle sei ein sehr großes Lob an die Teilnehmer und an die Eltern ausgesprochen. Schaut man sich die Bilder an, so ist die Fortführung der Projektarbeit und des Austauschs aus meiner Sicht unerlässlich und eine Bereicherung für das kulturelle Leben in Lüdenscheid, aber auch für jede Person im Einzelnen, die sich über das schulische Maß hinaus an der Maßnahme beteiligt hat.

Lüd., 16.07.2012

Hier können die Fragebögen in Diagrammform und die Auswertung mit Interpretation der Evaluation abgerufen werden. Es gibt eine Lösung, die vorgeschlage wird.

Auswertung_Interpretation_der_Evaluation.doc
Auswertung_als_Diagramme.pdf
offene_Fragen_18.19.20..doc
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