Taganrog-Projekt 2011 Grenzen streichen ich starte – Teil II

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1. Das Projekt vorbereiten – Beiträge liefern

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Auf den Gegenbesuch in Taganrog hatten sich die Eleven des BGL sehr gut vorbereitet. Lisa-Marie Massallek gestaltete ein T-Shirt, das sowohl die Projektidee „Grenzen streichen – ich starte“ aufgriff als auch den Hinweis, dass die Städtepartnerschaft seit 20 Jahren besteht.

2. Spannung auf den ersten persönlichen Kontakt – Hemmungen abbauen

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Zwar wurden schon vor der Reise E-Mails ausgetauscht, die Spannung dem Austauschpartner persönlich zu begegnen war allen Teilnehmern anzumerken. Schließlich musste man eine ganze Woche lang miteinander auskommen.

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Die Frage, wie schnell man an die sprachlichen Grenzen stoßen würde, beschäftigte die meisten Schüler, die gerade einmal das erste Jahr die russische Sprache am BGL lernen. Mit dem herzlichen Empfang bei strahlendem Sonnenschein fielen die ersten Bedenken über Bord.

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3. Antike sportlich meistern – an die eigenen Belastungsgrenzen gehen

Traditionell findet im Rahmen des Austauschprogramms ein sportlicher Vergleich statt, bei dem so mancher Teilnehmer an sein physisches und psychisches Limit gehen muss

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Die antike Inszenierung der Staffelwettbewerbe – es mussten Fackelläufe absolviert, eine griechische Gottheit verkörpert und eine Fontäne gebaut werden. So fand die Antike ihren Weg in die Neuzeit.

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4. Kinder in Heimen – schlechte Voraussetzungen durch bessere Startchancen und Aufmerksamkeit kompensieren

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Der Besuch eines russischen Waisenheims hielt den Beteiligten das Problem von Benachteiligung und Chancen auf ein besseres Leben vor Augen. Sehr offen und mit vielen Fragen wurden die Bergstädter und die Taganroger Studenten überhäuft.

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Als passend erwiesen sich die Geschenke in Form von Gummiteddys für das leibliche Wohl und die Spielbälle, denn im Kinderheim bereiteten sich die Kids auf das Ferienlager vor, zuvor mussten die Zimmer noch in Schuss gebracht werden.

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Trotz der Aufbruchstimmung luden uns die Kinder des Heims zum traditionellen Teetrinken ein und zeigten voller Stolz ihre Zimmer und die Einrichtung.

5. Grenzen zwischen Krieg und Frieden auch in Zukunft überwinden

11 GS 15aAuch die düstere Seite in der Geschichte zwischen Russen und Deutschen wurde nicht ausgespart. Nach einem offiziellen Treffen mit dem Bürgermeister Dieter Dzewas, der ehemalige Zwangsarbeiter traf, legten Christine Wernecke und Andrej Kolodienko Blumen an einer Grabstelle für Kriegsopfer nieder.

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 Mit von der Partie waren auch Mitglieder der Friedensgruppe um Matthias Wagner, der bereits vor zwei Jahren das Projekt begleitete und im Stadtarchiv von Taganrog erschütternde Dokumente las.

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Dass die Grenzen zwischen Krieg und Frieden auch durchlässig sind, betonte die russische Projektleiterin Prof. Ljudmila Sweschnikowa. Trotzdem deutsche Soldaten einen Teil der Familie zerstörten, beschäftigte sich mit der deutschen Kultur und ist bis heute trotz des fortgeschrittenen Alters die tragende Säule des Austauschprogramms.

6. Stadt-Rallye – Skulpturen zum Leben erwecken

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Viel Mühe hatten sich die Taganroger Studenten bei der Planung der Stadtrallye gemacht. Nicht nur, dass verschiedene Sehenswürdigkeiten aufgesucht werden sollten, auch sollten die Projektteilnehmer, die in gemischten Gruppen unterwegs waren, die Skulpturen nachstellen und somit mit Leben füllen.

14 GS 16Auch später waren manche Skulpturen, die am häufigsten mit dem berühmtesten Bewohner Anton Tschechow in Verbindung standen zum Treffpunkt, um ein buntes Abendprogramm in Angriff zu nehmen.

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7. Artball – den Ball zuspielen und sich miteinander messen

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Ein neues Spiel namens Artball lernte die deutsche Gruppe von ihren Gastgebern kennen. Ein Ball in der Gestalt einer Erdkugel wurde zwischen zwei Mannschaften hin und her geworfen, nach jedem Pass musste das Team mit einem Programmpunkt um die Gunst des Publikums streiten.

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Waren die russischen Inszenierungen bühnenreif und beinah professionell, so betonten die deutschen Darbietungen eher den integrativen Charakter. Durch Tanzeinlagen und eine gemeinsam vervollständigte Darbietung des „Fliegerlieds“ wurde deutsches Kulturgut mit den russischen Gastgebern zelebriert.

8. Freizeit gestalten – über die Projektarbeit hinausblicken

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Neben der Arbeit an den einzelnen Projektunterthemen gab es auch genügend Anlässe, die Stadt Taganrog und die Umgebung von seiner attraktivsten Seite her zu erleben. Mussten bei der Besichtigung der Kathedrale von Starotscherkassk noch die Rituale und Regeln des Ordens streng beachtet werden, waren Ausflüge an den Strand und in den Stadtpark begrüßte Anlässe, es sich richtig gut gehen zu lassen.

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Ein Highlight stellte der Besuch des Aquaparks dar, mit seinen Rutschen und Basseins gab das Areal auch abends eine imposante Kulisse ab, wenn sich die Badeanstalt in eine gut besuchte Diskothek verwandelte.

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In der Tanzmenge waren die Grenzen zwischen Lehrkräften und Schülern nicht mehr auszumachen. Dies gefiel auch den russischen Jugendlichen, die die Begleiter bis dahin ausschließlich als Autoritäten kennen gelernt hatten.

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Stark beeindruckt zeigte sich die Gruppe von der exklusiven Aufführung des Kammerchors, der in Taganrog über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Vor den deutschen Gästen gab es eine hinreißende Sondervorstellung.

9. Resümee

Der Austausch stieß in diesem Jahr auf sehr große Begeisterung. Auch die Schulleiterin Annette Meyer und Arnd Fiedler nahmen starke Veränderungen der Sichtweise auf die russische Kultur wahr. Dies lag an der Herzlichkeit und Offenheit der russischen Gastgeber, aber auch an den Teilnehmern, so dass eine weitere Arbeit am Projekt unbedingt erhalten bleiben muss.  Zu diesem Ergebnis kommen auch die deutschen Schüler, die jederzeit wieder nach Russland fahren würden, wenn sich die Gelegenheit noch einmal böte. Von den vielen positiven Impressionen zeugten die Collagen, die die Schüler anlässlich des Schulfestes einer breiten Öffentlichkeit ausstellten.

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Zu diesem Ergebnis kommen auch die deutschen Schüler, die jederzeit wieder nach Russland fahren würden, wenn sich die Gelegenheit noch einmal böte. Von den vielen positiven Impressionen zeugten die Collagen, die die Schüler anlässlich des Schulfestes einer breiten Öffentlichkeit ausstellten.

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Dass der Kontakt weiter gehalten wird, davon zeugen die zahlreichen Skype-Treffen, die die Gruppe um Julia Kolodziej und Katrin Diez organisiert haben. Auch privat wird es in diesem Sommer treffen geben, die Distanzen zwischen Russland und Deutschland haben sich deutliche verringert.

B. Mai Lüd., 15.07.2011

Kopie von Evaluation_Taganrog_2011_Grenzen

An dieser Stelle können die Fragebögen als Excel-Tabellen und die Auswertung der Evaluation abgerufen werden.

Evaluation der offenen Fragen Offene_Fragen_18.19.20
Zusammenfassung_und_Interpretation_der_Evaluationsboegen
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