St. Martin 2013: Sonne, Schnee und gute Laune

Nach gut 9 ½ Stunden Fahrt erreichten wir schon leicht zerknautscht nicht etwa unser Jugendgästehaus Sonnrain, sondern den Busplatz im Tal von St. Martin. Denn da unsere Unterkunft am Berghang lag, erwartete uns nun erst einmal ein ca. 30 minütiger Fußmarsch. Während die einen die Koffer auf den Traktor hieften, liefen die anderen schon mal los und genossen (zumindest teilweise) die frische Luft und etwas Bewegung nach der langen Fahrt.

st_martin_2013_01Die Mühe lohnte sich. Herzlich wurden wir im Sonnrain begrüßt und sogleich mit reichlich Speis und Trank versorgt, sodass der Aufstieg schnell vergessen war. Frau Erdmann, Frau Beckerat und ich bezogen unser schönes Zimmer und ließen die Seele baumeln. Wie die Zimmer der SuS aussahen, kann ich nicht so richtig sagen, da, als ich zum ersten Mal eintrat, also am ersten Abend, es schon so aussah, als hätte eine Bombe eingeschlagen (was aber weder der Gemütlichkeit noch der Stimmung einen Abbruch tat!). Mit dem Einzug im Sonnrain war der erste Tag jedoch noch nicht vorbei, denn am selben Abend durften sich die SuS ihre Skisachen (Helm, Stöcke, Ski und Schuhe) im Tal aussuchen, damit es am nächsten Tag gleich auf die Piste gehen konnte.

st_martin_2013_03Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht erwartete uns zunächst ein tolles Frühstücksbuffet (gefolgt von einem üppigen Mittagessen und einen reichhaltigen Abendessen) und dann ein Spaziergang ins Tal. Dort lernten die SuS ihre Skilehrer kennen und machten sich sogleich an die Arbeit, Halt auf diesen zwei Brettern zu finden. Bereits an diesem ersten Tag erkundeten die Fortgeschrittenen das Skigebiet, was nicht allzu lange dauerte, denn die Anzahl der Pisten in diesem Tal ist übersichtlich. Trotzdem war die Freude groß, denn man hatte die Pisten quasi für sich alleine, da nur die vier fortgeschrittenen Gruppen des BGL hier fuhren. Nach zwei Stunden Skischule ging es den Berg wieder hoch, wo uns, wie bereits erwähnt, ein leckeres Mittagessen erwartete. Weitere zwei Stunden Skifahren erwartete unsere SuS und Lehrer am Nachmittag.
st_martin_2013_04Die Zeit am Nachmittag nutzten die meisten SuS, um sich wieder frisch zu machen und sich zu erholen. Beliebt waren insbesondere Spielrunden, kleine Flur-Partys und das Snow-tube fahren. Jeden Abend gab es noch ein besonderes Highlight: die Raubtier-Fütterung. Denn nach dem üppigen Abendessen um 18:00 Uhr und den Unmengen an Süßigkeiten, war der Magen um 21:45 Uhr schon wieder so leer, dass uns die belegten Brote fast vom Blech gerissen wurden – und das sogar ohne Aufschnitt!

Richtig erstaunt war ich unter anderem über den enormen Lernerfolg der Schüler und Schülerinnen. Zu Beginn noch den Schneeflug machend, sah man schon nach wenigen Tagen, wie sich kleine Schlangenlinien von der Bergspitze bis ins Tal schlängelten. Da war ich wirklich baff. Besonders schön waren auch die Erlebnisse, die zeigten, wie viel Freude den Schülerinnen und Schüler bereitete. Nach vier Tagen Skischule stand dann eine kleine Prüfung an, bei der ermittelt wurde, auf welchem Stand sich die Schüler und Schülerinnen befanden. Am Abend der Skipassverleihung wurde die Vergabe dieser Zertifikate durch die Skilehrer in einer Freiluftveranstaltung gebührend gefeiert.

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Eine Woche St. Martin ging im Nu vorbei. Und was haben wir alles erlebt? Kurz und knapp: eine wundervolle und spannende Woche lang Sonne, Schnee und gute Laune!
Vielen Dank an alle, die diese Stufenfahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Zuallererst einen Dank an die SuS, die mit ihrer guten Laune die Tage bereichert und sie wie im Flug haben verstreichen lassen. Ein riesen Dank geht auch an die beiden Organisatoren der Fahrt Dorothee Klinger und Michael Kommerscheidt. Zuletzt auch ein paar warme Worte an meine lieben Kollegen: vielen Dank dafür, dass ihr mich in eurer Mitte so nett aufgenommen habt!

Sollte ich noch einmal die Gelegenheit bekommen, mitfahren zu dürfen, müsste ich keine Sekunde warten, um „Jaaa!“ zu rufen!

Linda Okeke 2013

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