Praktische Philosophie Sek 1

Das Fach Praktische Philosophie möchte die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler so fördern, dass sie sich in den vielfältigen Sinn- und Wertfragen ihrer Lebenswelt orientieren und daher tolerant und verantwortungsbewusst handeln können. ʻPraktischeʼ Philosophie heißt das Fach, weil das Leben der Schülerinnen und Schüler selbst zum Unterrichtsgegenstand wird. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen nähern sie sich jeweils über eine gesellschaftliche Perspektive einzelnen philosophischen Gedanken. Die Themen des Faches werden in sieben Fragekreise eingeteilt:

Fragenkreise

Jeder der Fragekreise wird im Laufe der Sekundarstufe I durch die folgende Verteilung der Unterrichtsthemen mindestens zweimal thematisiert und ggf. zur Vertiefung durch optionale Themen (im Folgenden kursiv) ergänzt:

Die Unterrichtsvorhaben im Überblick

Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was macht meine Persönlichkeit aus?
  • Ich und meine Gedanken/ Träume/ Ängste
  • Bedeutung von Namen
  • Vergleich mit anderen
  • Gedanken der Selbstfindung und Identität
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was bedeutet Familienleben?
  • In welchen Ebenen des Zusammenlebens bewege ich mich?
  • Merkmale einer Gemeinschaft
  • Dazugehören oder ausgeschlossen sein
  • Einsatz für die Gemeinschaft
  • Die Idee des Allgemeinwohls
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was bedeuten Tiere für mich?
  • Ich und mein Haustier
  • Tiere in Haus, Zoo und Zirkus
  • Artgerechte Haltung/ Tierschutz
  • Ideen der Tierliebe und Schutzwürdigkeit alles Lebendigen
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Wie hat alles angefangen?
  • Persönliche Neugier
  • Weltbilder im Wandel: Religiöses und naturwissenschaftliches Weltbild
  • Philosophische Gedanken zum Weltbeginn
  • Staunen als Anfang des Philosophierens
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was bedeutet Religion für mich?
  • Ich als Mitglied einer religiösen Gemeinschaft
  • Grundlegender Vergleich der Bräuche des Judentums, Christentums und Islams
  • Gründe, warum Religionen ihre Feste feiern
  • Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Religion und Philosophie
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was ist entbehrlich in meinem Leben?
  • Ist Armut unvermeidbar?
  • Was Menschen brauchen – Vergleich von Lebenssituationen in der Welt
  • Idee und Gefühl von Barmherzigkeit
  • Die Welt fair verändern
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Erfahrungen mit Wahrheit und Lüge
  • Erkennungsmerkmale von Lügen
  • Lügen in Märchen und Geschichten
  • Lügen, warum eigentlich nicht?
  • Sind Notlügen erlaubt?
  • Der Unterschied von Irrtum und Lüge
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was sind Medien?
  • Wie sollte ich mit ihnen umgehen?
  • Popularität durch Medien;
  • Cybermobbing
  • Wie wirklich ist die Medienwirklichkeit?
  • Relativität von Wahrheit
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was nennen wir schön oder hässlich?
  • Selbstbewusstsein
  • Wandel der Schönheits­­ideale
  • individuelle Schönheit
  • Wert der Unvollkommenheit
  • Grundgedanken der Ästhetik
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Schlecht ist nicht gleich böse …
  • Das eigene Handeln reflektieren
  • Wertegemeinschaft
  • Motive des Handeln
  • Grundbegriffe der Ethik
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Streitsituationen einschätzen
  • Konfliktsituationen reflektieren
  • Streiten Mädchen und Jungen anders?
  • Konfliktlösung, Streitschlichtung
  • Spirale der Gewalt,
  • Konflikte als Chance
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Klassenregeln, Verkehrsregeln
  • Bewusstsein für Regeln
  • Entstehung und Zweck von Gesetzen
  • Umgangsformen
  • Der Unterschied von Regeln und Gesetzen
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Menschen Gefühle ansehen
  • Konflikte von Verstand und Gefühl erleben
  • Gibt es Verstandesmenschen/ Gefühlsmenschen?
  • Was bedeutet Empathie?
  • Vernunft und Gefühl als Merkmale des Menschen und seines Handelns.
  • Optimismus, Realismus, Pessimismus
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Ich und meine Clique
  • Meine Rollen
  • Was macht eine Gruppe aus?
  • Gruppenzwang
  • Der Mensch als soziales Wesen
  • Mitläufertum vs Selbstdenken
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Freundschaft ist …,
  • Liebe ist …
  • Kodex einer Freundschaft
  • Biographien von Liebesbeziehungen
  • Philosophen zum Wesen der Freundschaft
  • Liebe: Paradoxon von Bindung und Freiheit
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was bedeutet Freiheit? Assoziationen, Gefühle, Sprichwörter
  • Gedankenfreiheit
  • Politische Freiheit
  • Willensfreiheit
  • Der Gedanke des Schicksals
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Persönliche Entscheidungssituationen
  • Umgang mit Schuldgefühlen
  • Ebenen der Entscheidung
  • Strategien der Entscheidung
  • Definitionen des Gewissens
  • Erster Umgang mit dem Begriff Dilemma
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Angewiesenheit auf Technik,
  • Umgang mit ihr: Selbstbeobachtung
  • Historische Entwicklung der Technik
  • Probleme der Ökologie
  • Der Unterschied von Natur und Kultur
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • In welchen Welten leben wir?
  • Designe deinen Avatar!
  • Vorteile von Virtualität: Die Welt der Möglichkeiten
  • Gefahren der Virtualität: Realitätsflucht
  • Realität, Simulation, Virtualität
  • Scheinbar oder anscheinend
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Persönliche Prioritäten überdenken
  • Was brauche ich wirklich?
  • Verbreitete Vorstellungen von Glück
  • Glücksratgeber, -formeln
  • Bedeutungen des Begriffs Glück
  • Antike Vorstellungen von Glück
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was weiß ich wie sicher?
  • Subjektivität von Wahrnehmung
  • Entstehung von Vorurteilen
  • Begriffe Vorurteil, Urteil, Wissen
  • Definitionen von Wahrheit
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Reaktionen auf fremde Eindrücke
  • Voreingenommenheit überdenken
  • Interkulturalität
  • Die Entstehung von Rassismus
  • Toleranz und ihre Grenzen
  • Selbstbestimmung vs Fremdbestimmung
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Was bedeutet Glauben für mich?
  • Welche Aspekte der Religionen sprechen mich an?
  • Interreligiöser Vergleich: Verhältnis Mensch – höhere Macht; ethische Grundsätze
  • „Die goldene Regel“ in den Religionen
  • Dialog/ Kommunikation der Religionen
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Eigene Gefühle und Gedanken im Umgang mit dem Tod reflektieren
  • Psychologische Phasen des Sterbens
  • Jenseitsvorstellung der Religionen
  • Umgang mit der Angst vor dem Tod
  • Das Leben schätzen lernen
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Eigene Zuständigkeiten und Pflichten
  • Entscheidungen treffen
  • Zivilcourage
  • Frage der Schuldfähigkeit
  • Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit
  • von Freiheit und Verantwortung
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Empfinden von und Erfahrungen mit Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit
  • Grundlagen der Straftheorie
  • Kinderrechte/ Menschenrechte
  • Unterschied von Recht und Moral
  • Arten der Gerechtigkeit
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Krieg und Frieden in eigenen Vorstellungen, künstlerischen Darstellungen
  • Ghandis gewaltloser Widerstand
  • Funktionen eines Völkerbundes
  • Friedenstheorien: Hobbes vs Kant
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Zukunftsvorstellung Youtopia: Wie stelle ich mir eine ideale Welt vor?
  • Utopien sowie Dystopien (Welt ohne Gefühle, Überwachungsstaat) in Literatur und Film
  • Merkmale und Funktion von Utopien und Dystopien sowie ihr Verhältnis zueinander
Persönliche Perspektive
Gesellschaftliche Perspektive
Ideengeschichtliche Perspektive

  • Verantwortungs-, Risiko-, Umweltbewusstsein entwickeln
  • Wissenschaftliche Errungenschaften als ethische Herausforderung: z.B. IQ-Doping, Präimplantationsdiagnostik
  • Darf der Mensch, was er kann?
  • Menschenwürde
  • Globale Verantwortung

Vertiefung von Fragekreis 5: „Ökologie versus Ökonomie“ oder von Fragekreis 6: „Quellen der Erkenntnis“

Die Leistungsbewertung orientiert sich primär an der Mitarbeit im Unterrichtsgespräch sowie in kooperativen Lernphasen. Um die Bewertung abzusichern und unterschiedlichen Lerntypen gerecht zu werden, ergibt sich die Note darüber hinaus durch die Bewertung

  • von Präsentationen (z.B. Rollenspiel, Standbild, Referate, Visualisierungen),
  • von schriftlichen Beiträgen zum Unterricht (z.B. in Form von Briefen, Tagebucheinträgen, fiktiven Interviews, Essays),
  • der Mappenführung,
  • von kurzen schriftliche Überprüfungen, die das Sachwissen der Unterrichtsreihe thematisieren.

Neben den allgemeinen Bewertungskriterien in Quantität, Kontinuität und Qualität, zu denen auf das Leistungskonzept des Bergstadt-Gymnasiums verwiesen sei, gelten als spezifische Qualitätsmerkmale der sonstigen Mitarbeit im Fach Praktische Philosophie:

  • die Fähigkeit, sich in andere Sichtweisen hineinzuversetzen und tolerant mit ihnen umzugehen,
  • die Erschließung philosophischer Gedanken aus Texten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrads,
  • die sprachlich angemessene Darstellungsleistung dieses inhaltlichen Verständnisses,
  • der Gehalt und die Schlüssigkeit von Argumentationen,
  • die Veranschaulichung philosophischer Gedanken anhand von Beispielen,
  • themenübergreifende Bezüge, Vergleiche von Positionen,
  • die begründete Meinungsbildung unter Bezug auf philosophische Gedanken.
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  • Termine

    20. November 2018
    • Erprobungsstufenkonferenz Kl. 5
      Start: 14:00
    21. November 2018
    22. November 2018

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