Chemie Sek 1

Es knallt! Es stinkt! Es leuchtet! – Es ist Chemie!

Das Fach Chemie wird am Bergstadt-Gymnasium in den Klassen 7, 8 und 9 unterrichtet. Wir betrachten Phänomene des Alltags und versuchen, diese mithilfe der wissenschaftlichen Erkenntnisse der Chemie zu erklären. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn der 7. Klasse den Laborführerschein erwerben, untersuchen wir beispielsweise Veränderungen beim Kochen und Backen, analysieren die Unterschiede zwischen Mineral- und Leitungswasser oder wir erklären die Wirkungsweise von Reinigungsmitteln. Als wichtigste Methode dient uns dabei das das Experiment, um die Prozesse der Alltagswelt in Reagenzglas und Becherglas zu erforschen. Ab Klasse 8 erarbeiten und nutzen wir dann auch verstärkt Erkenntnisse über den Atombau, um diese Phänomene zu deuten.

Am Bergstadt-Gymnasium stehen uns zwei Fachräume zur Verfügung, in denen Schülerinnen und Schüler selbst experimentell arbeiten können. Für Demonstrationsexperimente mit gefährlichen Stoffen steht in beiden Räumen zusätzlich ein Abzug bereit. Unser neuer Chemieraum ist mit einem Activeboard ausgestattet, im alten Raum steht neben der Tafel ein fest installierter Beamer mit Laptop zur Verfügung.

Ergänzend zu den Chemieräumen steht ein Computerraum mit 18 Windows-Rechnern zur Verfügung, wo die Schülerinnen und Schüler z. B. mithilfe des Programms Chemsketch das Zeichnen von Strukturformeln erlernen und üben können. Außerdem besitzt das Bergstadt-Gymnasium seit Beginn dieses Schuljahres 2016/2017 zwei Rollkoffer mit je 16 iPad-Geräten. Mit den iPads können wir im Unterricht chemische Sachfragen im Internet recherchieren oder auch Lernspiele (z. B. ein Millionärsquiz) erstellen. Darüber hinaus haben wir die iPad-Geräte mit einigen Apps bespielt, mit denen wir zum Beispiel die Namensgebung bei Salzen üben oder uns über die Eigenschaften der Elemente des Periodensystems informieren können.

Die Unterrichtsinhalte im Überblick

Unterrichtsvorhaben I

  • Kontext: Speisen und Getränke – alles Che­mie?
  • Inhaltsfelder: Stoffe und Stoffver­änderungen
  • Inhaltliche Schwerpunkte:  Was ist drin? Wir untersuchen Lebens­mittel, Getränke und ihre Bestandteile. Wir gewinnen Stoffe aus Lebensmitteln. Wir verändern Lebensmittel durch Kochen oder Backen.
  • Inhalte: Gemische und Reinstof­fe, Stoffeigenschaften, Stofftrennverfahren; Einfache Teilchenvor­stellung; Kennzeichen chem. Re­aktionen

Unterrichtsvorhaben II

  • Kontext: Brände und Brandbekämpfung
  • Inhaltsfelder: Stoff- und Energieum­sätze bei chemischen Reaktionen
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Feuer und Flamme; Brände und Brennbarkeit. Die Kunst des Feuerlöschens; Verbrannt ist nicht vernichtet
  • Inhalte: Oxidationen, Elemente und Verbindungen, Analyse und Synthe­se;Exotherme und endo­therme Reaktionen, Aktivierungsenergie; Gesetz von der Erhal­tung der Masse, Reaktionsschemata (in Worten)

Unterrichtsvorhaben III

  • Kontext: Nachhaltiger Umgang mit Ressourcen
  • Inhaltsfelder: Luft und Wasser
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Luft zum Atmen, Treibhauseffekt durch menschliche Ein­griffe; Bedeutung des Wassers als Trink- und Nutzwasser; Gewässer als Lebensräume
  • Inhalte: Luftzusammensetzung, Luftverschmutzung, sau­rer Regen; Wasser als Oxid, Nachweisreaktionen; Lösungen und Gehalts­angaben; Abwasser und Wieder­aufbereitung

Unterrichtsvorhaben IV

  • Kontext: Aus Rohstoffen werden Gebrauchsge­genstände
  • Inhaltsfelder: Metalle und Metallge­winnung
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Das Beil des Ötzi; Vom Eisen zum Hightechprodukt Stahl; Schrott – Abfall oder Rohstoff
  • Inhalte: Gebrauchsmetalle; Reduktionen / Redoxre­aktion; Gesetz von den kon­stanten Massenverhält­nissen; Recycling

Unterrichtsvorhaben I

  • Kontext:  Böden und Gesteine – Vielfalt und Ordnung
  • Inhaltsfelder: Elementfamilien, Atombau und Peri­odensystem
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Aus tiefen Quellen oder natürliche Baustoffe; Streusalz und Dünger – wie viel verträgt der Boden
  • Inhalte: Alkali- oder Erdalkalime­talle, Halogene, Nachweisreaktionen; Kern-Hülle-Modell, Elementarteilchen, Atomsymbole, Schalenmodell und Be­setzungsschema, Periodensystem, Atomare Masse, Isoto­pe

Unterrichtsvorhaben II

  • Kontext: Die Welt der Mineralie
  • Inhaltsfelder: Ionenbindung und Ionenkristalle
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Salzbergwerke; Salze und Gesundheit
  • Inhalte: Leitfähigkeit von Salzlösungen; Ionenbildung und Ionenbin­dung; Salzkristalle; Chemische Formel­schreibweise und Reaktionsgleichun­gen

Unterrichtsvorhaben III

  • Kontext: Metalle schützen und veredeln
  • Inhaltsfelder: Freiwillige und er­zwungene Elek­tronenübertra­gungen
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Dem Rost auf der Spur; Unedel – dennoch stabil ; Metallüberzüge: nicht nur Schutz vor Korrosion
  • Inhalte: Oxidationen als Elek­tronenübertragungs-Reaktionen, Reaktionen zwischen Metallatomen und Metallionen, Beispiel einer einfa­chen Elektrolyse

Unterrichtsvorhaben I

  • Kontext:  Wasser – mehr als ein Lösungsmit­tel
  • Inhaltsfelder: Unpolare und polare Elektronenpaarbin­dung
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Wasser und seine besonderen Eigenschaf­ten und Verwendbarkeit; Wasser als Reaktionspartner
  • Inhalte: Die Atombindung / unpo­lare Elektronenpaarbin­dung; Wasser-, Ammoniak- und Chlorwasserstoff­moleküle als Dipole; Wasserstoffbrückenbindung, Hydratisierung

Unterrichtsvorhaben II

  • Kontext: Reinigungsmittel, Säuren und Lau­gen im Alltag
  • Inhaltsfelder: Saure und alkali­sche Lösungen
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Anwendungen von Säuren im Alltag und Beruf; Haut und Haar, alles im neutralen Bereich
  • Inhalte: Ionen in sauren und al­kalischen Lösungen; Neutralisation; Protonenaufnahme und Abgabe an einfachen Beispielen; Stöchiometrische Be­rechnungen

Unterrichtsvorhaben III

  • Kontext:  Zukunftssichere Energieversor­gung
  • Inhaltsfelder: Energie aus chemi­schen Reaktio­nen
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Mobilität- die Zukunft des Autos; Nachwachsende Rohstoffe Strom ohne Steckdose
  • Inhalte: Beispiel einer einfa­chen Batterie; Brennstoffzelle; Alkane als Erdölpro­dukte, Bioethanol oder Biodiesel; Energiebilanzen; Beispiel einer einfa­chen Elektrolyse

Unterrichtsvorhaben IV

  • Kontext:  Der Natur abgeschaut
  • Inhaltsfelder: Organische Chemie
  • Inhaltliche Schwerpunkte: Waschmittel; Moderne Kunststoffe
  • Inhalte: Typische Eigenschaften organischer Verbindungen; Van-der-Waals-Kräfte; Funktionelle Gruppen (-OH/ -COOH); Struktur- Eigenschafts­beziehungen

Die Leistungsbeurteilung stützt sich auf die „sonstigen Leistungen“. Qualität, Quantität und Kontinuität der Beteiligung stellen zusammen mit Sach- und Problemlösekompetenz sowie der korrekten Verwendung der Fachsprache wichtige Kriterien der Leistungsbemessung dar. Von den Schülerinnen und Schülern wird hierbei die Teilnahme an Unterrichtsgesprächen, inhalts- und problemorientierten Diskussionen und Partner- und Gruppengesprächen erwartet, sowie das Vorstellen und Zusammenfassen von Ergebnissen im Klassenverband. Als Kriterien zur Beurteilung eines mündlichen Beitrags fungieren der Bezug zum Unterrichtsgegenstand, der Grad der sprachlichen Angemessenheit – insbesondere die Verwendung von bekannter, eingeübter Fachsprache -, Umfang, sachliche und gedankliche Stringenz, Selbständigkeit der Darstellungs- und Reflexionsleistung sowie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit.

Weitere mögliche Bereiche zur Messung der sonstigen Leistungen sind Gruppenarbeiten (Rolle des einzelnen Schülers in den verschiedenen Phasen wie Vorbereitung, Präsentation und Auswertung, das soziale Verhalten und die Übernahme von Verantwortung im Gruppenprozess), der Vortrag von Hausaufgaben, Kurzreferate, Heftführung (Vollständigkeit, äußere Form, Übersichtlichkeit, sachliche und grammatikalische Richtigkeit) und Projektarbeit.

In Verbindung mit der dem Unterrichtsfach zu Grunde liegenden Fachwissenschaft und dem daraus resultierenden naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnungsprozess nehmen Experimente eine wichtige Rolle im Chemieunterricht ein. Generelle Bewertungskriterien, sowohl bei Lehrer- als auch Schülerexperimenten, sind die Planung der Experimente (soweit möglich), die Vollständigkeit und Korrektheit der gemachten Beobachtungen sowie ihre angemessene Versprachlichung, als auch die Abgrenzung von den daraus resultierenden Schlussfolgerungen.

Bei Schülerexperimenten werden zusätzlich die Arbeitsorganisation, die Selbständigkeit bei der Durchführung, die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen, die Reinigung des Arbeitsplatzes und der verwendeten Geräte sowie die Dokumentation von Durchführung, Beobachtung und Schlussfolgerungen als Bewertungskriterien herangezogen.

Ein weiterer Bereich sind kurze schriftliche Überprüfungen, von denen in der Jahrgangsstufe 7 eine, in den Jahrgangsstufen 8 und 9 mindestens zwei pro Halbjahr durchgeführt werden sollen. Der Umfang der Bearbeitungszeit sollte 20 Minuten nicht überschreiten. Der Stellenwert in der gesamten Leistungsbewertung ist, entsprechend den Richtlinien, der eines längeren mündlichen Beitrages. Der Bewertungsmaßstab entspricht den Vorgaben des Leistungsbewertungskonzepts des Bergstadt-Gymnasiums:

Prozent

Notenstufe

87 % – 100 %

sehr gut

73 % – 86 %

gut

59 % – 72 %

befriedigend

45 % – 58 %

ausreichend

18 % – 44 %

mangelhaft

0 % – 17 %

ungenügend

Fachkonferenz Chemie, Stand Januar 2017

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  • Termine

    20. November 2018
    • Erprobungsstufenkonferenz Kl. 5
      Start: 14:00
    21. November 2018
    22. November 2018

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