Jugendaustausch Lüdenscheid – Taganrog Mai 2019

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Erfolgreiche Projektarbeit durch großartige Resonanz

Mit dem diesjährigen Austauschprogramm Taganrog – Gemeinsam leuchten! oder seiner russischen Version Wissen ist Licht trafen die Schülerinnen und Schüler des Bergstadt-Gymnasiums erneut den Kern.

Um auf das Projekt einzustimmen, leuchteten die BGL-Gymnasiasten beim ersten Aufeinandertreffen auf dem Flughafen bereits durch mitgebrachte LED-Leuchten, die sie mit ihren Partnern teilten. So signalisierten die Projektteilnehmenden bereits auf der Busfahrt nach Taganrog ihr gegenseitiges Beleuchten und tauschten die ersten Informationen aus.

Am Montag, den 27. Mai, stand das Kennenlernen des Taganroger Instituts für Verwaltung und Ökonomie (TIUE) auf dem Programm, vor allem seiner gut bestückter Bibliothek – ganz im Sinne des Projektmottos. Nach einer Begrüßung beim Rektor des Instituts, Herrn Prof. Sergej Avakov, wurde das russische Frühstück in der Cafeteria des Instituts angeboten. Serviert wurden typisch russische Teigtaschen mit verschiedenen Füllungen – Pelmeni und Vareniki, gefolgt von leckerem Tee und Aprikosenkuchen.

Am Nachmittag beleuchteten die modernen Vertreter der Don-Kosaken die Geschichte der Kosakenbewegung am Don, ihre historische Bedeutung für die Sicherheit der Grenzgebiete im Süden Russlands und präsentierten verschiedene Facetten ihrer Kultur, z.B. historische Rüstung, Waffen und Haushaltsgegenstände. Zur Stärkung nach einem ereignisreichen Tag gab es den typischen Kosakenbrei mit Fleisch serviert, in welchem mehrere Getreidesorte zusammen gekocht werden.

Am Dienstagvormittag wurde die Projektgruppe von der Bürgermeisterin der Stadt Taganrog, Fr. Dr. Titarenko empfangen. Die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Lüdenscheid und Taganrog sowie der Beitrag, den seit Jahren die beiden Institutionen (BGL und Taganroger Institut für Verwaltung und Ökonomie) leisten, wurden hervorgehoben. Ausführlich wurde unser Projektmotto „Taganrog – Gemeinsam leuchten!/Wissen ist LIcht! vorgestellt, woraus sich auch gleich ein Folgeprojekt entwickeln ließ. Da beide Städte mit sehr viel Wasser umgeben sind, kann dieses Element zum Thema gemacht ein weiterer Meilenstein der Zusammenarbeti ausmachen.

Anlässlich des diesjährigen Mottos des Austausches, zogen die Projektteilnehmer im Anschluss in das nahegelegene Stadttheater. Besonders auffällig war dort der mehr als 500kg schwere Kronleuchter, der den Theatersaal in ein angenehmes Licht hüllte. Den Tag rundete der Besuch der Tschechov-Bibliothek ab, die aufgrund ihres kulturell wertvollen Bücherbestands über die Grenzen der Partnerstadt hinaus bekannt ist. Besonders beeindruckte die Schüler die Abteilung der historischen Bücher mit ihrer umfangreichen Sammlung, in der mehrere Bücher über 150 Jahre alt sind. Ebenfalls wurden die Teilnehmenden auf das Glasdach eines der Lesesäle aufmerksam gemacht, denn dieses trug zum besonderen Lichtkonzept des Architekten, Franz Albert Schechtel.

Am folgenden Tag stand die Erkundung der Millionenstadt Rostow-am-Don auf dem Programm. Zunächst erforschten die BGL-Schüler gemeinsam mit den russischen Austauschpartnern das besonders aufwändige Beleuchtungssystem der 45.000 Zuschauer fassenden Rostov-Arena. Nicht nur die 49.000 LED-Leuchten tauchen das letztjährige WM-Stadion           vor allem abends in gleißendes Licht. Auch das Flutlicht und die farbliche Ausleuchtung der Mannschaftskabinen des FC Rostow gaben eine Vorstellung der atemberaubenden Atmosphäre während der WM-Zeit im vergangenen Jahr, für welche das Stadion ausgezeichnet wurde.

Besonders spannend wurde es für alle Projektteilnehmenden am Donnerstag. Zunächst boten die Gastgeber ein sehr schönes Konzert dar, welches noch mal die musikalisch-tänzerischen Kosakentraditionen zum Vorschein brachte. Gefolgt wurde das Konzert von dem deutschen Rätselspiel Wo ist die Logik?, welches an eine sehr beliebte gleichnamige russische Show angelehnt ist. Verschiedene russische Begriffe, die den Stamm свет haben, wurden durch die BGL-Schüler pantomimisch dargestellt und von den russischen Partnern in zwei Teams erraten.

Der Rahmen bot auch eine Gelegenheit, das Gastgeschenk an die Partnerschule zu übergeben – 27 Solarleuchten, die symbolisch für die 27 Jahre der gemeinsamen Zusammenarbeit stehen. Anschließend begaben sich  die BGL-Schüler und die TIUE-Studenten in den Hochschulinnenhof, um ihn mit diesen Leuchten zum Leuchten zu bringen.

Der kreative Höhepunkt der Begegnung fand am letzten Tag statt – das Bastelworkshop Laterne. Nach einer kurzen Information über die beliebte St. Martin-Tradition konnten sich alle Teilnehmenden kreativ entfalten und eine Laterne nach ihrem Geschmack basteln. Anschließend konnte man die gebastelten Laternen in einem verdunkelten Eingangsbereich des Instituts zu Leuchten bringen und bewundern. Um die Tradition zu vervollständigen wurde das Lied Laterne, Laterne sowohl auf deutsch, als auch in einer Übersetzung auf Russisch gesungen, begleitet auf einer Ukulele.

Zu Schluss wurde die Evaluation eingeleitet, die es den Projektteilnehmerinnen und –teilnehmern ermöglichte, die gemeinsame Projektwoche kritisch zu reflektieren und Ideen für die Rückbegegnung zu sammeln.

Die russische Seite deutete das Motto des Projekts nach einem alten russischen Sprichwort Wissen ist Licht. Der Sinnspruch besagt, wie der Weg in eine verantwortungsvolle Zukunft durch gute Kenntnisse der eigenen Traditionen und Geschichte ausgeleuchtet werden kann.

Lüdenscheid, 12.06.2019

 

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