Jugendaustausch Lüdenscheid – Taganrog am BGL

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Erfolgreiches Projekt „Lüdenlight – gemeinsam leuchten“

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Vom 03. bis zum 11. Mai empfingen Russischschülerinnen und -schüler des Bergstadt-Gymnasiums Lüdenscheid im Rahmen des Jugendaustausches Lüdenscheid-Taganrog Gäste aus dem Taganroger Institut für Verwaltung und Ökonomie. Ermöglicht wurde die Begegnung durch die Förderung der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch.

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Eine Woche lang erlebten die jungen Leute viel Neues, Interessantes, Aufregendes und Wissenswertes über Lüdenscheid und die Umgebung. Alle waren in Gastfamilien untergebracht und bauten ein herzliches Verhältnis zu ihren Gastgebern auf.

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Im Mittelpunkt der Schülerbegegnung stand die gemeinsame Arbeit am Projekt „LüdenLight – Gemeinsam leuchten!“, denn Lüdenscheid ist auch überregional als die „Stadt des Lichts“ bekannt. Im Rahmen des Projekts haben sich die deutschen und russischen Teilnehmenden mit „Licht“ in seinen unterschiedlichen Facetten beschäftigt, sowohl bei den gemeinsamen Projektveranstaltungen als auch in ihrer Freizeit, wie beispielsweise mit Lasertag und Schwarzlichtbowling.

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Nach einer Begrüßung an der Schule am 04. Mai, widmeten sich die Jugendlichen der Gestaltung der gemeinsamen Fotoausstellung „Meine Stadt im neuen Licht“ in der Pausenhalle. Jede Seite bereitete über 40 aussagekräftige Bilder der jeweiligen Stadt vor.

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Eröffnet wurde die Ausstellung vor der gesammelten Schülerschaft während der großen Pause in Anwesenheit der lokalen Presse und des Bürgermeisters. Darüber hinaus führte die Schülervertretung einen Fotowettbewerb durch und die Leistungen der Gewinnerinnen wurden am Abschlussabend mit Preisen ausgezeichnet.

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Den Nachmittag verbrachten wir im Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna. Zunächst wurde uns eine Führung durch die sehr spannende Ausstellung angeboten und anschließend hatten die Jugendlichen die Chance, ihr künstlerisches Potential in einem Kreativworkshop „Licht als Kunstform, Gestaltung mit Licht“ zu entfalten.

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Die Teilnehmenden entschieden sich für Licht-Graffiti und konnten in einem abgedunkelten Raum mit verschiedenen Lichtobjekten schreiben und zeichnen.

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Am darauffolgenden Tag fuhren wir nach Köln, um den Kölner Dom näher zu erleben, vor allem den Zusammenhang zwischen dem Lichteinfall, dem Farbspiel und der Spiritualität.

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Als Beispiel diente uns das berühmte Bleiglasfenster von Gerhard Richter, worüber zwei Teilnehmerinnen aus der deutschen Gruppe ausführlich berichteten.

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Am Sonntag, dem 06. Mai, wurde experimentiert und Licht als physikalische Größe untersucht. Das Science Center Phänomenta in Lüdenscheid bietet eine sehr umfangreiche Ausstellung zu verschiedenen Teilbereichen der Physik, darunter mehrere Objekte zu Optik, Licht und Farbe. Die Jugendlichen konnten begeistert selbst ausprobieren, welche Effekte mit Licht erzeugt werden können, und darüber nachdenken.Phänomenta4

 

Ganz herzlich wurde die Gruppe am Montag, dem 07. Mai, vom Bürgermeister Dieter Dzewas empfangen: Gastgeschenke wurden ausgetauscht, gemeinsame Erinnerungen an die Anfänge des Austausches geteilt und über die bereits getane Projektarbeit berichtet.

Bürgerm.3Danach wurde uns ein unterhaltsamer Animationsfilm zum 750-jährigen Jubiläum Lüdenscheids dargeboten und abschließend konnten die Jugendlichen ihre Eindrücke von Lüdenscheid ins Gästebuch eintragen.

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Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden ihre Kochkünste unter Beweis stellen und die kulinarische Dimension des Lichts kennen lernen. Essen2

Die Katholische Bildungsstätte organisierte für uns einen Kochkurs zum Thema „Licht“, in dem wir unter der Leitung von Christina Geisbauer ein leuchtendes, sonnengelbes Menü aus gelben und orangefarbenen Zutaten zubereiteten, z.B.: gelbe Paprika, Möhren, Mango.

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Innerhalb einer Stunde war ein 6-Gang-Menü ausgearbeitet und wir hatten ein sehr leckeres „Candle-Light-Dinner“ in einem mit Teelichtern und Girlanden geschmückten Raum.

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ChristinaDie industrielle Seite des Lichts erlebten wir am Dienstag, dem 08. Mai, bei der Fa. ERCO, einem der  weltführenden Leuchtenhersteller. Erco2

Zunächst erfuhren wir einiges über die Geschichte und die Einsatzbereiche des Unternehmens und dann konnten wir im Showroom die Auswirkung und Funktion von unterschiedlich warmen/kalten Licht auf unser Wohlbefinden selbst erfahren. Die Führung durch die Produktionsräume gab uns einen Einblick in die Fertigungsabläufe.

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Am letzten Projekttag, dem 09. Mai, erstellten die Jugendlichen in sechs Gruppen ihre Projektberichte in Form von PowerPoint-Präsentationen, einer kurzen Dia-Show und einem Kurzvideo. In der fünften Unterrichtsstunde luden die russischen Austauschpartnerinnen und –Partner uns und die anderen Schülerinnen und Schüler aus den Russischkursen zu einer musikalisch-theatralischen Darbietung „Licht der Freundschaft“.

AuftrittDiese bestand aus einer tänzerisch-sportlichen Mitmach-Gymnastiknummer, einem Lieder-Potpourri zum Thema „Licht“ mit Elementen der Sprachanimation und einer Inszenierung in Anlehnung an das Märchen der Brüder Grimm „Die Bremer Stadtmusikanten“.

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Die Beschäftigung mit dem Thema „Licht“ eröffnete den Teilnehmenden eine neue und überraschende Sichtweise auf ein alltägliches Phänomen, Licht. Die Teilnehmenden konnten vor allem praktisch erfahren, welchen Einfluss das Licht auf unser Leben, unsere Leistung und unser Wohlbefinden hat.

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Die Jugendlichen entdeckten für sich das Gestaltungspotential des Lichts. Die intensive und kooperative Arbeit an einem gemeinsamen Produkt, der Fotoausstellung, ermöglichte einen neuen Blick auf die eigene Stadt und förderte die Verständigung der Gruppenmitglieder untereinander. Außerdem konnte dadurch das Interesse zukünftiger Oberstufenschülerinnen und –schüler für eine Teilnahme am Russlandaustausch geweckt werden. Insofern bat das Projekt beiden Seiten eine Gelegenheit, die unterschiedlichen Facetten des Lichts individuell und kreativ zu erfahren.

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Lüdenscheid, 14.05.18

V. Heinen (Austauschkoordinatorin Lüdenscheid-Taganrog)

Auswertung der Befragung und Interpretation der Ergebnisse

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